Doppeljagdturnier in Villingen

 

... durchgeführt vom Bogenclub Villingen-Schwenningen.

 

 

Auch in diesem Jahr hat der BC VS wieder sein "Doppel-Jagdturnier" ausgerichtet: Am Samstag wurde die Dreipfeilwertung geschossen, am Sonntag gab es dann die Doppelhunterrunde. Beide Tage wurden separat ausgeschrieben und ausgewertet - zusätzlich gab es eine Gesamtwertung. Das Wetter zeigte sich - wie im Vorjahr - nicht gerade von seiner besten Seite: Die gesamte Vorwoche über hatte es schon heftig geregnet; pünktlich zum Schulstart hatte der Herbst schlagartig Einzug gehalten. Pünktlich zum Einschießen begann es leicht zu nieseln ...Das Turnier in Villingen - in diesem Wochenende zeitgleich mit dem Turnier in Weiler-Höri - erfreut sich zwischenzeitlich großer Beliebtheit: Bereits im Vorfeld war der Samstag (Dreipfeilrunde) ausgebucht, lediglich für den Sonntag (Doppelhunter-Runde) hätte man zu Turnierbeginn noch einige Startplätze ergattern können.


Jürgen L. gab vor Turnierbeginn noch einmal die Turnierregeln - traditionell wird hier nach "vereinseigenen Regeln" gestartet - bekannt. Neu war in diesem Jahr, dass man doppelt schreiben musste. Zudem gab es in diesem Jahr ausschließlich Tiergruppen, so dass schon genau darauf zu achten war, was man schießen wollte. Wie sagte Jürgen? "Man sollte schon einen Hamster von einem Hirsch unterscheiden können" ...Unmittelbar nach dem Briefing ging es dann in geführten Gruppen hinaus auf das - in diesem Jahr erweiterte - Gelände: Pünktlich um 10 Uhr konnte dann der erste Pfeil fliegen....Unsere Gruppe - die in diesem Jahr aus AKie., Jürgen M., Uwe K., Karin Sarah und mir bestand - begann an Scheibe 9. Schon an dieser ersten Scheibe wurde deutlich, mit welcher Liebe man die einzelnen Scheiben aufgebaut hatte: Es galt, eine der insgesamt sechs Schnecken der "Schneckenpost" zu erlegen. Bereits auf der ersten Runde konnte man einen Eindruck für die bestehenden Aufgaben des zweiten Tages (an dem wir dann nicht mehr an den Start gegangen sind) erhalten. Außerdem sind die Scheiben nicht unbedingt auf "Entfernung" - also maximale Schussweiten - gestellt. Stattdessen wird sehr viel Wert gelegt auf Situationen, die das Auge täuschen. Und es sollte funktionieren: Mit Ausnahme von Jürgen, der einen sensationelle Tag erwischte, kam keiner von uns ungeschoren durch den Turnierparcours ...

 

Bei mir lief die erste Hälfte der Runde noch ganz ordentlich, sieht man von einem ungewohnten zweiten Pfeil ganz am Anfang der Runde ab. Viele Pfeile schlugen - wenn auch nicht ganz so häufig wie die von Jürgen - im Kill ein. Waren sie nicht im Kill, so kamen sie zumindest Online. Etwa zur Hälfte der Runde bekam ich jedoch starke Kopfschmerzen und konnte mich in der Folge nicht mehr voll konzentrieren. So schlichen sich dann ungewöhnliche Fehler ein. Manche Ziele waren mit Entfernungsangaben versehen und habe die, wenn auch nur im Unterbewusstsein, registriert. Tja, die Entfernung galt für den roten und nicht von unserem blauen Pflock. Bei zwei Zielen hatte mich dies mit Sicherheit einige Punkte gekostet – die Pfeile ging sehr hoch über das Ziel hinaus. Die 436 Punkte, die am Ende für mich zu Buche standen befriedigten mich nicht so ganz. Dennoch hat es richtig Spaß gemacht! Müde aber glücklich kehrten wir so nach absolvierter Runde zum Dopingstand zurück.

 

Der zweite Tag (es wurde eine Doppelhunter – 2 Pfeile werden geschossen und beide gewertet)  begann mit leichtem Regen, der bis ca. 11:00 Uhr anhielt. Im Laufe des Nachmittages sollten die Temperaturen ansteigen, sodass der eine oder andere recht ordentlich ins Schwitzen gekommen war. Jürgen, Uwe  und, erfreulicherweise auch ich, kamen recht schnell in den Wettkampf hinein und wurden mit tollen Treffern belohnt. Die Hunterrunde war knackig gestellt und teilweise etwas weiter als die internationalen Regeln zulassen würden. Aber dennoch, es waren schon klasse gestellte Gruppen sodass jeder seine Erfolgserlebnisse hatte. Jürgen, der wieder einen tollen Tag erwischte, konnte gleich zu Beginn die ersten Kills verbuchen. Gegen Ende hatten ihn die Kräfte etwas verlassen und musste an den Fasanen zwei Miss hinnehmen. Er kämpfte und konnte sich sehr schnell stabilisieren. Mit einigen Kills konnte er den Wettkampf mit Bravour beenden. Mit 355 erreichten Ringen konnte er an diesem Tag das drittbeste Ergebnis einfahren und wurde in der Gesamtwertung hervorragender Zweiter. Dieses Ergebnis ist insofern wichtig, da er am kommenden Wochenende an der Schweizer Meisterschaft teilnehmen wird. Hier wünsche ich ihm viel Erfolg und viele viele Kills.

 

Auch ich was dieses Mal viel besser bei der Sache und konnte wie gewohnt meine Leistung abrufen. Mit einer Doppel 10 hatte ich den Wettkampf beendet und konnte sehr gute 360 Ringe erreichen. Noch am Vortag auf dem 6. Platz liegend, konnte ich das zweitbeste Tagesergebnis verbuchen und lag im Endergebnis damit auf dem dritten Platz. Das gibt Auftrieb, da ja in zwei Wochen die DM in Biersdorf am See ansteht. Auch Uwe hatte wir gewohnt seine Leistung abgerufen und schoss teilweise besser als mancher BHR’ler. Während des Wettkampfes wurde er immer besser und setzte Kill um Kill. Manchmal sahen sich die BHR’ler an und mussten ein ums andere Mal staunen. Auch bei den Langbognern wäre er weit vorn gelegen und wurde in der Primitiv-Klasse überragender erster. Uwe nimmt ebenfalls an der DM in Biersdorf teil und möchte dieses Mal einen der vorderen Plätze erreichen.

 

Fazit:

Die Villinger hatten einen tollen, trickreichen, teilweise mit eigenen hergestellten Zielen, Parcours gestellt. Für alle war was dabei und so waren zufriedene und meist lächelnde Gesichter zu sehen. Allerdings war die Wartezeit zur Siegerehrung recht lange (bis zu 3 Stunden Wartezeit), da sich eine Gruppe (Compoundler) sehr viel Zeit gelassen hatte. Das war unserer Meinung nach ganz sicher zu lange. Hier gilt es eine Regelung zu finden, welche ein Zeitlimit der einzelnen Schüsse oder die letzte Abgabe der Schusszettel, regelt. Was auch hin und wieder zu Diskussionen führte, war die hauseigene Regel „Pfeil anliegend gilt als Treffer“. Steckte der Pfeil im Pflock oder im Erdreich, der Schaft aber berührt das Ziel, gilt das als getroffen?? Hier wäre es besser, wenn nur Pfeile gezählt werden dürfen, die im Ziel stecken. Dies allerdings nur als Anregung zur Verbesserung. Im kommenden Jahr werden wir ganz sicher wieder dieses tolle Turnier besuchen.

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