Bowhunter Liga auf der Burg Dhronecken

 

Bilder in der Galerie!!

Erstmals haben sich gleich zwei unserer Mitglieder, Uwe Kramer mit dem Primitiv-Bogen und ich mit dem Traditionellen Bogen, zur Bowhunter-Liga qualifiziert. Hierzu mussten im Vorfeld mindesten zwei Turniere, welche vom DFBV freigegeben wurden, besucht werden. Da die BHL in ganz Deutschland ausgeschrieben war, mussten entsprechend gute Ergebnisse abgegeben werden, damit man sich überhaupt für die Vorrunde qualifizieren konnte. Uwe qualifizierte sich als zweiter und ich als dritter.

Die Endrunde der BHL wurde vom Samstag den 01. und 02. Oktober nahe Trier, auf der Burg Dhronecken in dem kleinen Dörflein Thalfang abgehalten. Ganz in der Nähe, am Erbeskopf, wurde ein Wochenende vorher, die Deutsche Meisterschaft im 3D durchgeführt. Wir fuhren bereits am Freitag Richtung Trier, um uns vorher etwas ausruhen zu können. Ab Stuttgart Herrenberg allerdings sind wir dann im Stau gestanden und benötigten mal eben über 7 Stunden bis zu Ankunft im Hotel. Entsprechend kaputt hatten wir dann noch was gegessen und gingen anschließend zu Bett.

Der erste Wettkampftag zeigte sich von seiner besten Seite. Das Wetter war einfach klasse, sodass die Stimmung einzigartig war. Jeder begrüßte jeden und die Vorfreude auf den bevor liegenden Wettkampf war von allen zu spüren und zu hören (bei dem einen oder anderen auch zu riechen).

Dann, endlich die offizielle Begrüßung und das Briefing durch Roger (Verantwortlicher der BHL) und Kalle (hat den Parcours gestellt, dazu später mehr…) die das ganze recht kurzweilig und schmerzlos über die Bühne brachten. In unserer Gruppe 13 waren die fünf Erstplatzierten aus der Qualirunde. Es waren Markurs (amtierender Deutscher Meister 3D des DFBV), Thilo, Jörg, Holger und Ich, welche gleich merkten, dass die Chemie stimmte. Und so lief man an das Ziel 13 und wurde gleich mit einem recht weiten Schuss auf einen Leopard konfrontiert. Kalle Hörning, der den ganzen Parcours gesetzt hatte, ist bekannt dafür, Parcours nicht nur auf Entfernungen sondern auch was für’s Auge zu stellen. Nun, wir konnten uns recht eindrucksvoll selbst davon überzeugen. Dieser Parcours bestand aus 14 Zielen und wir mussten am ersten Tag mit einer 3-Pfeil-Runde beginnen. Wie schon erwähnt, der Leopard…..einige hatten ihn gleich mit dem ersten Pfeil einige jedoch mussten gleich 3 Mal in den Köcher greifen. So auch ich.

Und so ging es von Ziel zu Ziel. Ein Luchs in halber Deckung wurde von fast allen überschätzt, nur Markus und meine Wenigkeit konnten einen Kill erzielen. Das nächste Tier…..ein Krokodil auf fast 40 Meter. Das war mal ein Ziel, welches nur wenige Male getroffen wurde. Und was dann kam, …..nun nach ca. 300 Meter Fußmarsch, entlang von alten Bahngleisen mussten einige Ziele bergauf und bergab geschossen werden. Und dann sah man die Ziele. Ein Murmeltier (ca. 21 m), ein Bieber (ca. 19 m) ein zweiter Bieber (ca. 21 m) alle am Hang entlang. Mal steil, mal relativ flach, aber sau schwerdie Ziele anzusprechen. So gingen der einer oder andere Pfeil fehl, was bei einigen sogar ein Miss bedeutet hatte. So war es dann auch bei Thomas und Jörg. Markus hingegen schoss das eine ums andere Mal mehr ein Kill oder Außenkill. Thilo, den meisten Bogner als ein sehr guter traditioneller Bogenbauer bekannt, hatte einen guten Start erwischt und hatte einige Male recht viel Glück. Holger hatte ebenfalls einen tollen Start und hielt bei Tom und Thilo ordentlich mit.

Die nächsten Ziele waren ein liegender Waran, welcher aus knapp 28 Meter getroffen werden wollte. Da das Gelände recht steinig war, ging der eine oder andere Pfeil auch mal zu Bruch. Dann war Schluss mit lustig. Der Schwarzbär war im Anschlag überhaupt nicht zu erkennen. Von einer Wiese aus, musste in den dunklen Wald geschossen werden. Das Gegenlicht war so heftig, dass man nur noch Schwarz sah. Aber, die meisten hatten ihn auf Anhieb getroffen??? Gelächter, etwas Ratlosigkeit und dann der Spruch; “War ja gar nicht so schwer“ hob die Stimmung in der Gruppe.

 

Die nächsten Tiere waren nicht minderschwer. Einen liegenden Hirsch auf ca. 49 Meter, eine Eule im Dickicht auf 12 Meter und ein Ricke durch das Dickicht auf eine Wiese waren sehr anspruchsvolle Schüsse. Auch hier wurden die Ziele teilweise falsch angesprochen und so schoss der eine oder andere in die Pampas.

 

Nach einer kurzen Pause, wurde am Nachmittag, im gleichen Parcours eine Doppelhunter geschossen. Aber, es waren andere Pflöcke. Jedes Ziel an dem wir angekommen sind, hatte wieder die gleiche Tücken wie in der 3-Pfeilrunde. Jedenfalls war die Stimmung innerhalb der Gruppe klasse und man gönnte dem anderen seine Treffer. Am Abend war man dann aber doch froh gewesen das es erst mal vorbei war. Bei den Platzierungen hatte sich nicht viel geändert. (1. Markurs der Deutsche Meister,2. Thilo, 3. Holger und 4. Ich)

 

 

Am Sonntag war es jedem klar, heute würde es sich entscheiden, wer an der Endrunde (nur 5 Ziele in einer Doppelhunterrunde) teilnehmen darf. Die Hunterrunde (das komplette Kill zählte 20 und der Körper 10 Punkte) ließ keine Fehler zu. Und so kam es dann auch. Im vorgefundenen Parcours sind wieder alle Tiere und Pflöcke umgestellt worden. Und wie. Wir mussten am Ziel 12 starten und konnten schon von weiten sehen, es war der stehende Hirsch. In der Morgensonne konnte man fast meinen, es handelte sich um einen echten. Sogar das Dampfen des Körpers war vorhanden, wow sagten alle innerhalb der Gruppe.

 

Jörg konnte seine Platzierung nicht halten, für ihn kam Ronald in unsere Guuppe. Ronald war ein super Schütze und hatte dann auch gleich seine ersten Kills geschossen. Alle Ziele waren wieder ähnlich schwer wie am Vortag. Jeder musste kämpfen und sich voll konzentrieren. Wer ein Miss und die anderen ein Kill schossen, mussten 20 Punkte Differenz in Kauf genommen werden. Da wir am ersten Tag alle nahe beisammen waren, konnte das über die Teilnahme an Finale entscheiden. Nach Abgabe der Ergebniszettel war aber dann die Erleichterung da. In unserer Gruppe hatten sich Markurs, Holger, Thilo und Ich durchsetzten können. Bei den Primis konnte Uwe als 3. Platzierter ebenfalls in die Endrunde einziehen.

 

 

Das Finale wurde rund um die Burg geschossen. Wir wurden zum Ziel 5 geschickt und mussten, wer hätte es geahnt, auf einen liegenden Eber schießen. Nach der Reihenfolge der Platzierungen mussten 2 Pfeile (Doppelhunter) abgegeben werden. Natürlich waren Zuschauer vorhanden, welche sehr willkommen waren. Markus schoss den ersten Pfeil und….daneben. Der zweite fand das Außenkill. Und so gingen dann alle an ihr erstes Finalziel. Ich hatte einen guten Start, so konnte ich ein Außenkill sowie einen Körpertreffer landen. Doch am zweiten Ziel hatte auch ich mein erstes Miss hinnehmen müssen. Von Ziel zu Ziel wurde das Niveau immer höher. Thilo allerdings haderte etwas mit sich selber und musste das eine oder andere selbst erzwungene Miss hinnehmen und konnte den Abstand bis zum Schluss nicht mehrt aufholen. So kamen wir an das letzte Ziel. Ein Igel, welcher bergab durch ein Schussfenster geschossen werden musste. Und gerade an diesem Ziel musste entschieden werden, wer gewinnen würde. (Markurs hatte 43 Punkte, Holger 43 Punkte, Ich 44 Punkte und Thilo 32 Punkte)

 

Markus musste beginnen. Er schoss beide Schüsse souverän und traf zumindest hörbar beide Pfeile. So machte es dann Holger ebenfalls und lies merken, man muss in Zukunft mit ihm rechnen. Dann kam ich an die Reihe. Kurze Konzentration und ein gutes Ansprechen. Ich zog aus….der Schuss war mir technisch klasse gelungen und….der Pfeil traf. Puh, und weiter an den zweiten Pflock. Wieder ein guter Schuss und das Ziel wurde nochmals getroffen. Beim zusammenzählen der Treffer hatten wir dann die Gewissheit wer der Gewinner sein würde. Markus hatte dann Schlussendlich 53 Punkte, Holger 51 Punkte, Thilo 43 Punkte und Ich 59 Punkte. Wer hätte es gedacht. Nun war ich frisch gebackener Deutscher Bowhunter-Liga Meister.

Uwe konnte seinen vorherig erreichten 3. Platz auch in der Endrunde behaupten. Ein Wahnsinns Turnier waren seine Worte und haderte etwas mit sich, da er den Auerhahn nicht getroffen hatte. Ausgerechnet dieses Tier stand an Ziel 2 welches er doch überhaupt nicht mochte. Wäre nur ein Pfeil im Auerhahn eingeschlagen hätte er den 2. oder sogar den 1. Platz erreichen können. Uwe kann man über den erreichten 3. Platz nur beglückwünschen. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Uwe hat im Primi-Bogen seinen eigenen Stil gefunden und wünsche ihm noch viele tolle Stunden im Turniersport.

 

Fazit:

Die Parcours waren an beiden Tagen erstklassig gestellt. Hier hatte Kalle Hörnig seinen Namen wieder alle Ehre gemacht. Die Parcours verlangte allen Teilnehmern alles ab, was man von so einem Turnier auch erwarten durfte. Die Stimmung war super, tolle Leute und eifrige Veranstalter und deren Helfer. Das tolle Wetter tat seine Teil und die Verköstigung war ebenfalls in Ordnung. Einziger Wehrmutstropfen, ...es gab keine Einschießscheibe, wo man sich hätte einschießen können. Aber das war auch die einzige konstruktive Kritik. Wir werden kommendes Jahr versuchen wieder an der BHL teilzunehmen, um unsere erreichten Plätze verteidigen zu können. Schön wäre es, wenn sich recht viele Teilnehmer an der BHL anmelden würden, da es wirklich ein super schönes und attraktives Turnier gewesen war.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch viele tolle Turniere und viel Spass am traditionellen Bogensport.

 

Euer Thomas

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