Doppelgewinn an der Deutscher Meisterschaft BHR 2015

An zwei wunderschönen, aber sehr kalten / windigen (teilweise nur 3 °C) Tagen wurde vom 26.09. – 27.09.2015 die Deutsche Meisterschaft Bowhunter am Erbeskopf (Hunsrück Rheinland-Pfalz) ermittelt. Insgesamt nahmen fast 500 Bogner und Bognerinnen teil und haben sich den Herausforderungen auf den drei vorhandenen Parcours gestellt. Auch dieses Jahr war ich in der Barebow-Klasse am Start, in der ich letztes Jahr 2 Titel erringen konnte. Mit dabei waren Christian S., Toni B. und Uwe K..

Am ersten Tag wurde, im Gegensatz zum letzten Jahr, 14 Ziele als 3-Pfeilrunde und 14 Ziele als Doppelhunter gewertet. Nun, es war die DM - und die hatte es dieses Jahr mal wieder in sich. Aber der Reihe nach…

 

Wie üblich wurden drei Parcours vorbereitet, welche dieses Mal von Karl-Heinz Hörning gestellt wurden. Wenn man den Kalle kennt, dann weiß man sofort, der stellt für das Auge. Soll heißen, das Auge hat was gesehen aber die Wahrheit sah vollkommen anders aus. Nun den, wie schon erwähnt, es war die Deutsche Meisterschaft.

Nach kurzer Einweisung und Briefing, wurden alle Bogner an Ihre Scheiben geführt und konnten um 9:45 Uhr die ersten Pfeile fliegen lassen. Ich selber musste an der Scheibe 28 beginnen. In meiner Gruppe waren Christian S., ein weiteres Mitglied unseres Vereines und 3 Damen. Die Stimmung war sehr ausgelassen und konnten, ganz zu unserem Entzücken, mit einem sehr nahen (7 m) Ziel starten. Das war es aber dann auch mit dem Einfachen un nahen. Wie sagte man beim Briefing, wer nach den zwei Tagen den Titel hat, weiß was er geleistet hatte.

Da wir an der 28 gestartet waren, das war das leztzte Ziel der 3-Pfeil-Runde, mussten wir nach einem langen Marsch, zum Doppel-Hunter-Parcours laufen. Dort angekommen, mussten alle gleich mal schlucken. Die Ziele wurden wie bei einem Killturnier gesetzt. Das bedeutete, man musste den Pfeil durch enge Schussfelder in das Ziel setzen. Lediglich die Killzonen waren frei, der Rest des Zieles war teilweise oder ganz abgedeckt. Dadurch war ein genaues Schätzen der Distanzen fast nicht mehr möglich. Auch waren in den Wartezonen keine Bilder der gestellten Ziele (normalerweise sollte es von dem Ziel Bilder geben, wo man eindeutig ersehen konnte, wie die Kill-und abgezeichneten Zonen ersichtlich wären) vorhanden. Das hat das Ganze nicht gerade leichter gemacht und waren froh, dass wie unsere Ferngläser dabei hatten.

 

Lediglich die Ziel-Kategorie war vorhanden, was aber die Einschätzung der Distanz nicht gerade leichter machen sollte. Ein Beispiel: Die Kategorie sagt aus, wie die Maximaldistanz sein darf. Diese ist abhängig, wie hoch die Killzone des Zieles ist. Bei der Kat: 3 ist die Maxdistanz bei 31,5 m. Das Ziel kann also zwischen 0 m – 31,5 m stehen. Mehr Infos gibt es nicht. Jedenfalls ging es gleich heftig zur Sache und ich musste das erste Hunter-Ziel (2 Pfeile auf Kat 3) beginnen. Da ich das erste Ziel auf der 3-Pfeil-Runde super treffen konnte, war ich bei diesem Ziel etwas nervös. Um es vorweg zu nehmen, bei Pfeile fanden Ihr Ziel und konnte die maximale Ausbeute verbuchen. Kurzum, ein toller Beginn.

Schon zur Halbzeit konnte man feststellen, einfacher würde es sicher nicht mehr werden, da sehr viele Scheiben auf Maximaldistanzen gestellt waren. Zudem wurden durch die Parcoursbauer, wie schon erwähnt, viele viele Ziele so gestellt, dass man sich in der Ziel-Entfernung durchaus sehr verschätzen konnte. Auch die Mitkonkurrenten hatten Rang und Namen und wollten sich die Butter nicht von der Stulle nehmen lassen.

 

Nach der Doppelhunter-Runde standen 174 Punkte auf meinem Wertezettel. Das war schon mal ne Hausnummer. Ob die was Wert war, konnte erst später gesehen werden. Nach eine kurzen Vesperpause, ging es in der 3-Pfeil-Runde weiter, welche mir ebenfalls recht ordentlich gelingen konnte. So konnte ich diese recht schwere Runde mit 230 Punkte beenden. Zusammen waren es abschließend ordentliche 404 Punkte.

Nachdem die erste Ergebnisliste vorhanden war, wusste ich dann, was das Ergebnis Wert war. Sagenhafte 64 Punkte war ich vor dem Zweiten gelegen. So viel Vorsprung hatte ich noch nie. Mit diesem Gefühl sind wir in das Hotel gefahren und haben uns mit einem grooooßen Steak gestärkt und sind früh zu Bett gegangen.

Am Zweiten Tag musste nochmal die gleiche Wertung, aber auf einem völlig anderen Parcours, geschossen werden. Zusätzlich musste ich in der Führungsgruppe starten, da diese nach Platzierungen der Einzelwertung neu zusammengestelltc wurde. So musste ich als Führender, in der Gruppe 27, als Targetkapitän fungieren. Dort traf ich auf Toni B., Gary O., Olaf N., Fritz M. und Carlo C. (als Gastschütze) der Mitglied der italienischen Nationalmannschaft ist.

 

Zu Beginn erwischte ich einen guten Start und konnte einige Pfeile auf dem Ziel bzw. in die Innenzone setzen. Schon nach den ersten 5 – 6 Zielen konnte man merken, dieser Parcours ist noch schwieriger, als jener des Vortages. Und siehe da, schon an den nächsten Zielen wurde ich von der Realität eingeholt und musste einige Zweite Pfeile hinnehmen. Dennoch konnte ich sehr viele sehr schöne Treffer setzten und setzte mich teilweise bis zu 100 Punkten Differenz ab. Dennoch musste ich aufpassen, da die anderen Bogner auch ihr Handwerk verstehen und natürlich ebenfalls Deutscher Meister werden wollten. Teilweise haben die Jungs mächtig gedrückt. Fritz M. zum Beispiel setzte, im Mittel des Wettkampfes, einige Kills hintereinander und konnte sich so, Pfeil um Pfeil, von den anderen deutlich absetzen und kam sogar an mich ran.

 

So musste ich also nochmals alles geben und meine Erfahrung ausspielen. So konnte ich im letzten Drittel einige Killwertungen notieren und mich so wieder etwas absetzen. Fritz, so muss man bemerken, ist erst 21 Jahre alt und verfügt schon jetzt über eine saubere Technik. Er wird in Zukunft sicher noch sehr viel besser werden. Meinen absoluten Respekt vor dieser Leistung, er wurde zum Schluss Vizemeister.

Dann war da noch Carlo. Nun, als Mitglieder in der Nationalmannschaft sah man, der ist richtig gut. So einen sauberen Stil habe ich lange nicht mehr gesehen. Und er konnte auch noch richtig gut schätzen. Wäre er nicht als Gast unterwegs gewesen, hätte ich nicht den Hauch einer Chance gehabt - so gut war er. Jedenfalls war es ein Erlebnis, Carlo bei der Arbeit zu beobachten.

Da es zum Schluss fast nur noch Maximalentfernungen zu treffen galt, war das kein leichtes Unterfangen. Da mein Abstand zum Zweiten recht ordentlich war, konnte mir auf den letzten 3 Zielen nichts mehr passieren, auch wenn ich 3 Nuller geschossen hätte. Die Anspannung fiel ab und so konnte ich den Wettkampf eigentlich locker zu Ende bringen. So war der Plan. Und prommt wurde ich eines Besseren belehrt und fing zum Schluss 2 Zweite Pfeile und sogar einen Dritten Pfeil ein. Es war sehr schwer, in solch einer Situation (sowas hatte ich noch nie) die Konzentration aufrecht zu halten. Da muss ich noch an mir arbeiten. Jedenfalls konnte ich am Schluss mit 76 Punkten vor den Mitkonkurrenten abschließen und wurde mit dem Deutschen Meistertitel 2015 belohnt.

 

Gratulation an Toni, er hatte versucht an die Plätze heran zu kommen und traf in den letzten 5 Zielen 4 Maximal-Wertungen. Das war schon eine saubere Leistung. Letztendlich fehlten ihm nur 28 Pünktchen zum dritten Platz. Uwe K. konnte in der Primitivklasse den 8. Platz erreichen. Christian, der seine erste DM geschossen hatte, war zum Schluss auf Platz 6 gekommen.

Unsere gemeldete Mannschaft in der Barebow-Klasse, mit Christian S., Toni B. und Mir wurde zum zweiten Mal in Folge Deutscher Mannschaftmeister.

Damit konnte ich meinen letztjährigen Erfolg wiederholen und konnte

 

Deutscher Doppelmeister werden.

Nun heißt das Ziel: Meinen DM-Titel in der Halle zu verteidigen. Mal sehen, was dabei rauskommen wird.

 

 

Auch unsere Bogenfreunde Lake Archers, aus dem nahe gelegen Überlingen am See, konnten ebenfalls sehr gute Ergebnisse feiern.

 

Wili Tittjung in der Freestyle Limited Recurve - Senioren – männlich wurde sehr guter Dritter.

 

Löhken Volkmar in der Freestyle Limited Recurve - männlich wurde sehr guter Vierter.

 

Wolf Heidenreich im Langbogen - Erwachsene – männlich wurde, noch am ersten Tag auf dem 7 Platz liegend (50 Punkte Rückstand) und einer überragenden Leistung am zweiten Tag, Deutscher Meister. Er hatte am zweiten Tag 54 Punkte aufgeholt und konnte sich so um 4 Punkte vorbei schieben und den Titel erringen. Gratulation.

 

Stockmayer Walter Primitivbogen - Erwachsene – männlich wurde auf dem 8. Platz notiert

 

Kammerer Irmlind in der Freestyle Limited Recurve - Erwachsene – weiblich wurde Deutsche Vizemeisterin

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